Vorbericht zum Frühjahrskonzert

Nachdem das Frühjahrskonzert des Musikvereins Gerlingen wegen der Umbauarbeiten in der Stadthalle vergangenes Jahr auf April verschoben werden musste, findet es dieses Jahr wieder wie gewohnt Mitte März statt. Musicalmelodien bilden in diesem Jahr den roten Faden im Programm. „Da sind viele Stücke dabei, die auch junge Leute begeistern werden”, ist Dirigent Daxi Pan sicher.

Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Gerlingen im vergangenen Jahr war die Premiere mit dem neuen Dirigenten Daxi Pan. Bei diesem Premierenkonzert befanden sich Dirigent und Kapelle sozusagen noch in der Gewöhnungsphase. Die Gewöhnungsphase ist längst vorbei. Bei ihren Auftritten wie etwa beim Neujahrsempfang in der Stadthalle präsentieren sich Dirigent und Orchester als bestens aufeinander eingestimmtes Team. „Die Chemie hat von Anfang an gestimmt”, hatte der Vorsitzende des Musikvereins, Matthias Widmann, schon vor dem Premierenkonzert erklärt. Und auch vom Dirigenten gab es schon vor einem Jahr ein sehr positives Statement: „Ich habe hier ein Kapelle mit viel Potential angetroffen und nette Leute kennengelernt“, erklärte der Dirigent. „Ich fühle mich wohl beim Musikverein.“ Schon das fulminante Premierenkonzert war der beste Beweis dafür, dass das Zusammenspiel der Musiker und ihres Taktgebers bestens funktioniert.

Wie bei der Premiere gebe es beim diesjährigen Konzert kein Motto für das Konzert, erklärt Widmann. Einen roten Faden gebe es aber doch. Tatsächlich stammen bis auf eine Ausnahme alle Melodien, die Jugendkapelle und Stadtkapelle ihrem Publikum servieren, aus Musicals. „Wir haben dieses Mal Stücke ausgesucht, die man nicht immer hört”, erzählt der Vorsitzende. „Es ist kein einziges Stück dabei, das wir vorher schon einmal gespielt haben.” Die Auswahl hätten Musiker und Dirigent wie immer gemeinsam getroffen. Bei der Musikauswahl würden heute moderne Medien zum Einsatz kommen, erzählt Pan. „Wir hören uns Stücke auf YouTube an, um festzustellen, ob sie zu uns passen.“ Blasmusikarrangements gebe es inzwischen sehr viele, da falle die Auswahl immer schwerer. Nach dieser ersten Vorauswahl geht es dann auf die Suche nach den Noten. Und auch hier hilft heute das WorldWideWeb. „Die Musikverlage haben ihr Angebot alle online”, so Pan. So lasse sich schnell feststellen, wer, was im Programm hat. Bei der Suche nach den Noten entdecke man dann oft noch das eine oder andere interessante Stück.

Für das Frühjahrskonzert am 17. März sind die Würfel sozusagen gefallen. „Mit den Proben haben wir nach dem Neujahrskonzert begonnen”, erzählt Widmann. Das Probenwochenende der Stadtkapelle war am 3. und 4. März, die Jugendkapelle war vier Wochen zuvor im Trainingslager. Auf dem Trainingsprogramm bei der Jugendkapelle stand das Medley „Music from Wicked” arrangiert von MichaelSweeney. Mit den Stücken „No One Mourns The Wicked”, „Dancing Through Life”, „Defying Gravity” und „For Good”, wird die Jugendkapelle den Konzertabend eröffnen. Weiter geht es mit „Nessaja” aus Peter Maffays „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft” und „The Sound of Music”, bei uns vielleicht besser bekannt unter dem Titel „Meine Lieder meine Träume”. Bei dem Stück gebe es zahlreiche Soli, erzählt Widmann. Die Jugendlichen hätten sehr viel Spaß dabei das Publikum bestimmt auch. Die Jugendkapelle beendet ihren Auftritt mit einem echten Gassenhauer. „l will follow him” aus „Sister Act”. Der Film in dem Whoopi Goldberg die swingende Nonne spielt ist vermutlich fast jedem präsent. Mitklatschen ist erwünscht.
Die Stadtkapelle eröffnet ihren Part mit dem Musical „Mame” das die Geschichte des Waisenjungen Patrick erzählt, der seine Tante Mame im New York der 1920er-Jahre sucht. Die Premiere von Mame war 1966 am New Yorker Broadway und dort in über 1.500 Vorstellungen zu sehen. Weiter geht es mit „My Fair Lady”.
„Das ist eines der Lieblingsstücke unseres Dirigenten”, erzählt Widmann. „Beim Thema Musical gibt es ein paar Dinge, an denen man nicht vorbeigehen kann”, erläutert dazu Dirigent Pan. „My Fair Lady” gehört dazu.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit der Musik aus dem Filmmusical „La La Land”, der im vergangenen Jahr in Deutschland für volle Kinosäle sorgte. Die Filmmusik wurde im vergangenen Jahr mit dem Oscar, dem British Academy Film Award sowie dem Golden Globe und in diesem Jahr mit dem Grammy ausgezeichnet. Dieses Potpourri ist ein sehr treffendes Beispiel für die Aussage des Dirigenten. dass das Programm auch viel für junge Leute zu bieten hat.

Weiter geht es mit „Saxophone Date”, dem einzigen Stück, das keinen Bezug zum Musical hat. „Das Stück kennt kein Mensch, das muss man einfach spielen“, habe Dirigent Pan bei der Musikauswahl gesagt, erzählt Widmann lachend. Ausgewählt habe man das Stück vor allem wegen der Soloparts, so der Vorstand weiter. „Wir haben gute Musiker, die das können.” Anschließend steht das Musical „West Side Story” auf dem Programm. „Das habe ich vom Musikverein aber schon mal gehört”, werden jetzt langjährige Konzertbesucher denken. Damit liegen sie nicht falsch. Ein Potpourri aus der West Side Story hat die Stadtkapelle tatsächlich schon einmal gespielt. Das Stück „Mambo“ aus der West Side Story hat beim Konzert aber Premiere.

Zum Abschluss des Konzertabends gibt es noch einmal ein paar Gassenhauer. An den Film „Das Weiße Rössl” mit Peter Alexander können sich sicher noch viele bestens erinnern. Und bei Liedern wie „Das weiße Rössl am Wolfgangsee” oder „Was kann der Sigismund dafür” sind bestimmt sehr viele Konzertbesucher textsicher und können mitsingen.

Das Konzert am 17. März in der Stadthalle Gerlingen beginnt um 19 Uhr. Saalöffnung ist um 18 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es bei den Musikern, bei der Filiale der Volksbank Strohgäu in Gerlingen und bei Oli’s Ecklädle in der Kirchstraße.

Übrigens: Der Musikverein Gerlingen freut sich immer über weitere Mitspieler. Wer Interesse hat, kann gerne bei einer Probe vorbeischauen. Die Jugendkapelle probt immer donnerstags ab 18 Uhr und die Stadtkapelle donnerstags ab 20 Uhr in der Jahnhalle.

Text: Tommasi