Motorradtour


Biker des Musikvereins zum 20igsten mal unterwegs

Los ging es diesmal bereits am Donnerstag, mit etwas Verspätung, um 8:15 Uhr mit 8 motivierten Bikern. Sofort wurde der erste „Pass“, die Schillerhöhe unter die Räder genommen und weiter ging’s über das wilde Krumbachtal. Einmal falsch abgebogen und schon führte einen das Navi durch Stuttgart. Über Büsnau, Vaihingen, Möhringen und Hohenheim erreichten wir endlich den Flughafen und damit etwas freiere Fahrt. Über Nürtingen erklommen wir die Albhochfläche und weiter ging es über Ulm und Krumbach Richtung Landsberg. An der B17 stärkten wir uns bei Tina und Benny’s Truck Stop, bevor wir über Bad Tölz und Lenggries in die Alpen eintauchten. Entlang des Sylvenstein-Stausees ging es zum Achenpass und nach Österreich. Vorbei am Achensee machten wir am Panorama-Restaurant Kanzelkehre noch eine kurze Rast mit herrlichem Blick ins Inntal und Zillertal. Am Ende des Zillertals, unserem Tagesziel, zeigten sich schon dunkle Wolken. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir unser Hotel Englhof in Zell am Ziller. Kaum war der Zündschlüssel abgezogen und das erste Getränk im Biergarten bestellt, fing es an zu regnen.

Bis zum Morgen hatte sich das Gewitter verzogen und wir konnten nach einem ausgiebigen Frühstück die Königsetappe in Angriff nehmen. Sofort ging es hinauf zum Gerlospass, und auf dem Weg nach Mittersill durfte ein Blick auf die Krimmler Wasserfälle und den Großvenediger  im Morgenlicht nicht ausbleiben. Kurz nach Kaprun, mit einem Blick auf die Lifte am Kitzsteinhorn, bogen wir auf die Großglocknerstraße ab. Die erste kurze Rast wurde an der Edelweißspitze für das obligatorische Foto eingelegt und anschließend ging es weiter zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, galt es doch auch dem Großglockner die Ehre zu erweisen und einen Blick auf die immer kleiner werdende Pasterze zu werfen. Hinunter nach Heiligenblut ging die Fahrt, mit einer kurzen Mittagspause in Reintal,  weiter durch das Mölltal, Spittal und die B100 nach Villach und über den Wurzenpass nach Slowenien. Kurz nach Kranjska Gora ging es in den Triglav Nationalpark und hinauf zum Vrsic-Sattel. Warum der Belag der Kehren aus Kopfsteinpflaster und die Verbindungen dazwischen asphaltiert sind erschließt sich uns nicht, war aber auch, da trocken, nicht von Bedeutung. Bergab war die Straße wieder normal befahrbar. An der Abzweigung zur Mangart-Stichstraße teilte sich die Gruppe.  Der eine Teil fuhr über den Predilpass direkt zum Quartier nach Tarvisio, während sich die zweite Hälfte noch die 11km Kurvengeschlängel zum Mangart-Sattel und zurück gaben, Treffpunkt für alle: Terrasse Hotel Raibl. Wieder begann der Regenschauer kurz nachdem das erste Kaltgetränk serviert wurde.

Am nächsten Morgen war das Gewitter wieder abgezogen. Nach kurzer Fahrt erreichten wir schon wieder Österreich – das Gailtal. Über die Windische Höhen ging es Richtung Döbriach mit einem herrlichen Blick auf den Millstätter-See. Über Bad Kleinkirchheim strebten wir der Nockalm-Höhenstraße entgegen, wo am höchsten Punkt, der Eisentalhöhe, Zeit für eine Mittagspause war. Über Innerkrems haben wir dann wieder die Mautstraße verlassen und erreichten über den Katschberg und Obertauern, Radstadt. Entlang des Tennengebirges führte der Weg über St. Martin und Scheffau nach Hallein. Über Bad Dürrnberg ging es dann auf kürzestem Weg über Berchtesgaden zum Königssee. Nach einer kurzen Rast mit Kaffee und Kuchen ging es die letzten Kilometer bis zum Hotel Kaiserhof nach Anif. Bei der Abfahrt am Königssee begann es kurz zu tröpfeln, unser Hotel erreichten wir aber wieder trocken vor dem allabendlichen Gewitter.

Der nächste und letzte Tag begann dann mit einer kurzen Fahrt durch Salzburg, bevor wir vor Freilassing wieder deutschen Boden befuhren. Über Waging am See und die B304 ging es zügig nach München, wo ebenfalls eine kurze Stadtdurchfahrt bisher unbekannte Eindrücke und Sehenswürdigkeiten aufzeigte. Verlassen haben wir München Richtung Dachau und in Sulzbach (bei Aichach) lud der Tavernwirt mit seiner Gartenwirtschaft zur letzten Mittagspause ein. Gut gestärkt ging es über Höchstädt und Neresheim wieder die Alb hinab nach Aalen. Leichter Nieselregen veranlasste uns dann doch die Regenkombi überzuziehen, auch wenn es im Nachhinein nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Über die B29/B14 galt es dann mit dem Pragsattel die letzte Kuppe zu überwinden um wieder in Gerlingen, glücklicherweise unfallfrei, anzukommen.

Eine Ausfahrt über 1500 km durch herrliche, völlig unterschiedliche Landschaften,  ohne einen Autobahnkilometer, lag schon wieder hinter uns. Wohin wird uns wohl die Jubiläumsausfahrt 2020 führen?